Hintergründe zu Aktien- und anderen Investmentfonds


Retten Sie Ihr Geld vor der Politik, den Banken und dem grauen Kapitalmarkt


Auszug aus der Sonderveröffentlichung von Dr. Erhard Liemen
"Das Kartell der Vermögens-Vernichter"

 

 


Wer sein Wertpapierdepot nicht selbst überwachen und umschichten möchte, kann in Investmentfonds investieren. Mit einem Investmentfonds lassen sich Börsen und Anlagemöglichkeiten erschließen, die Ihnen als Privatanleger verschlossen sind. Zugleich können Sie börsentäglich Ihre Fondsanteile verkaufen, wenn Sie Geld benötigen. Jeden Tag wird der Anteilspreis der Fonds errechnet. Er ergibt sich aus dem Fondsvermögen abzüglich Verwaltungskosten, dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile. Die Anteilswerte werden in überregionalen Zeitungen regelmäßig im Kursteil veröffentlicht.


Aber Achtung: Beim Kauf der meisten Fonds müssen Sie einen Ausgabeaufschlag zahlen, der bis zu 5 % betragen kann. Bei Investmentfonds müssen Sie mit W ertschwankungen von +/– 50 % innerhalb von zwölf Monaten rechnen. Sie eignen sich somit nicht zum schnellen Kauf und Verkauf. Das macht nur die Vermittler reich, die dadurch Provisionen verdienen.


Erfreulicherweise besteht auch die Möglichkeit, offene Investmentfonds direkt an den Fondsbörsen kostengünstiger zu ordern. Alle Fonds, die an diesen Börsen gelistet sind, können Sie über Ihre Bank dort kaufen. Ebenso wie für Verkäufe fallen dafür zwar Börsengebühren an. Diese betragen in der Regel jedoch nur die Hälfte des jeweiligen Ausgabeaufschlags.


Können Sie beim Fondskauf keinen entsprechend hohen Rabatt auf den offiziellen Ausgabeaufschlag durchsetzen, bietet sich in vielen Fällen der Erwerb über die Fondsbörsen an. Das hat für Sie noch den weiteren Vorteil, dass Sie bei Kauf oder Verkauf Kurslimits vorgeben können. Nur wenn diese erfüllt werden, kommt der Handel der Fondsanteile zustande.


Allein in Deutschland haben Sie die Auswahl unter Tausenden von Fonds unterschiedlicher Qualität und Ausrichtung. Viele dieser Fonds sind einer Bank oder Bankengruppe zuzuordnen. Bankmitarbeiter werden deshalb meist versuchen, der Bank nahestehende Fonds zu verkaufen. Sie jedoch sollten Ihre persönliche Vermögensplanung möglichst unbeeinflusst von den Interessen einer Bank vornehmen. Daraus folgt:


Bevor Sie sich für einen Fonds entscheiden, formulieren Sie Ihre eigenen Anlageziele. Haben Sie Ihre Wahl getroffen, sollten Sie möglichst regelmäßig und langfristig investieren.


Hilfreich bei der Fondsauswahl sind Performance-Ranglisten, die regelmäßig in der Fachpresse veröffentlicht werden. Gute Ergebnisse sind zwar keine Garantie für die Zukunft. Haben Fonds aber seit Jahren die Nase vorn, unterstreicht das die Qualität des Managements.


Ob das auf Dauer so bleibt, hängt nicht nur vom Geschick des jeweiligen Managements ab. Zum einen kann das Management wechseln. Zum anderen können Fonds aber auch so erfolgreich sein, dass sie durch den stetigen Mittelzufluss ihre bisherige Flexibilität verlieren und Investitionen tätigen müssen, die weniger Erfolg versprechend scheinen. Das gilt es im Auge zu behalten. Zudem:


Werden Fonds nicht an Zweitmarktbörsen gehandelt, müssen Sie als Anleger ein Agio zahlen. Das muss dann erst einmal erwirtschaftet werden. Für Anleger ärgerlich ist auch, dass immer mehr Fonds dazu übergehen, neben den jährlichen Verwaltungsgebühren zusätzliche „Performance Fees“ zu kassieren. Auch das geht zu Lasten Ihrer Rendite.


Der Erwerb von Aktien ist von der Kostenseite her günstiger. Außerdem beteiligen Sie sich so direkt an den Unternehmen, die Sie für langfristig aussichtsreich halten. Sie können jederzeit unmittelbar verfolgen, wie sich die Kurse der Unternehmen in Ihrem Depot entwickeln. Der Kursverlauf von Aktienfonds weist weniger Dynamik aus. Selbst wenn die Aktien einzelner Unternehmen, in die der Fonds investiert hat, stark steigen, verläuft die Kursentwicklung des Fonds nur moderat.