Tipps zum Kauf von Zertifikaten


Retten Sie Ihr Geld vor der Politik, den Banken und dem grauen Kapitalmarkt


Auszug aus der Sonderveröffentlichung von Dr. Erhard Liemen
"Das Kartell der Vermögens-Vernichter"

 

 


Nach den schlechten Erfahrungen mit Aktien sind die Banken auf dem Gebiet der Zertifikate besonders aktiv. Zertifikate sind Wertpapiere, die Anlegern die Möglichkeit bieten, sich an den Wertentwicklungen von Indizes zu beteiligen. Bekannte Indizes dieser Art sind der DAX oder der EuroStoxx. Die Kursentwicklung der Zertifikate hängt davon ab, wie sich der zu Grunde gelegte Index entwickelt.


Rechtlich gesehen handelt es sich bei Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Bonitätsmäßig sind die Papiere so gut wie die sie begebende Bank. Diese verpflichtet sich, bei Fälligkeit der Papiere den Betrag zu zahlen, der dem Index-Stand entspricht. Da sich Zertifikate parallel zum Index entwickeln, partizipieren Sie im Verhältnis 1:1. Es kann aber auch zum Totalausfall kommen, wie das Beispiel Lehman Brothers gezeigt hat.


Da alle im Index enthaltenen Aktien abgebildet werden, vermeiden Sie so das Risiko einzelner Aktien. Fällt der Index, verliert auch ein Zertifikat. Index-Zertifikate können also durchaus ein Depot als Beimischung ergänzen, wenn der Emittent erstklassig ist.


Neben diesen Index-Zertifikaten werden auch sogenannte Basket-Zertifikate angeboten, mit denen Anleger sich zumeist an verschiedenen Aktien beteiligen. Ausgewählt werden diese Aktien von der emittierenden Bank. Meist sind die Werte nach bestimmten Branchen sortiert.


Besonders beliebt ist derzeit der Verkauf von Zinszertifikaten. Üblicherweise verbunden mit einer Kapitalgarantie zum Ende der Laufzeit. Über die Laufzeit hinaus wird meist eine Mindestverzinsung gewährt. Aber Achtung: Wie viel Zinsen Sie tatsächlich bekommen, bleibt eine offene Frage. Das hängt allein von der Kursentwicklung der festgelegten Basiswerte ab. Das können beispielsweise Aktien, Aktienfonds oder auch Börsenindizes sein.


Schon deshalb eignen sich diese Papiere meiner Meinung nach nur als Beimischung zu einem Depot. Als Anleger haben Sie damit zumindest die Chance, eine höhere Rendite zu erzielen als mit Staatsanleihen. Wenn Sie sich für ein Zinszertifikat entscheiden, sollte die Festschreibung eines einmal erreichten Zinsniveaus selbstverständlich sein. Das heißt: Wurden beispielsweise im ersten Jahr 4 % erzielt, sollte dieses Niveau in den Folgejahren nicht sinken.


Auf Einzelaktien oder Fondskonstruktionen als Basiswerte sollten Sie sich besser nicht einlassen. Das erschwert Ihnen die Transparenz. Auch Ausgabeaufschläge von 4 % oder sogar 5 % sollten Sie nicht akzeptieren. Auch keine hohen Verwaltungsgebühren. Kritisch beurteile ich Mindestzinsen von nur 1 % oder 1,5 %. Geht die Wette auf höhere Zinsen nicht auf, verlieren Sie damit schon inflationsbedingt zwangsläufig Geld.